18. Experten Symposium - Fortbildung in Köln
Passwort vergessen
[borlabs_cookie]


Was Sie schon immer über Periimplantitis wissen wollten – der BDIZ EDI lieferte es beim 15. Experten Symposium in Köln. Unter Leitung von Univ.- Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller erwartete die Teilnehmer ein hochkarätig besetztes, spannendes und intensives Fortbildungsprogramm, eingebettet in den Kölner Karneval. Fortbildung at its best.

Trailer zum Experten Symposium: 1a Fortbildung und 1a Karneval

Prof. Dr. Dr. Christian Walter, Mainz: Bisphosphonate und Periimplantitis:

Prof. Dr. H.J. Nickenig: Keramik-Coating als Schutz vor Periimplantitis?

Prof. Dr. Fouad Khoury: Chirurgische Therapie bei Periimplantitis

Spaß und pure Lebensfreude draußen, drinnen ein Thema, das die Zahnärzte/innen auch in Zukunft beschäftigen muss, denn die Periimplantitis stellt die Behandler weiter vor große Herausforderungen. Wie kriegt man die Entzündung rund um das Implantat in den Griff?

Zum Auftakt widmete sich Prof. Dr. Dr. Christian Walter von der Uni Mainz den vielzähligen allgemeinen Risikofaktoren und deren Einfluss auf das Implantatüberleben, darunter Rauchen, Diabetes mellitus, Parodontalerkrankungen, Osteoporose, Allergien und weitere. Das Auditorium interessierte besonders der Einfluss von Bisphosphonaten auf die Entstehung der Periimplantitis, den der Referent als nachrangig einstufte. Größer sei das Problem, dass als Nebenwirkung der Bisphosphonattherapie eine Osteoporose rund um das Implantat auftreten könne.

Dr. Freimut Vizethum, Mitglied im Vorstand des BDIZ EDI aus Rauenberg, führte in die Welt der Bakterien und ihrer erschreckenden Anpassungsfähigkeit und Wandelbarkeit in Bezug auf Antibiotika ein. „Man könnte heute soweit gehen zu sagen: Bakterien haben eine gewisse soziale Intelligenz und können ihre Funktionsweise zu ihrem Vorteil steuern.“

PD Dr. Christoph Graetz von der Uni Kiel, stufte die Parodontitis zwar als signifikanten Risikofaktor für die Periimplantitis ein, grenzte die biofilmassoziierte Entzündungserkrankung dennoch klar von der Periimplantitis ab.

Prof. Dr. Katja Nelson von der Uni Freiburg stellte klar, dass auch Keramikimplantate von der Periimplantitis betroffen sein können. „Keramikimplantate sondern auch Partikel und Ionen ab“, machte sie anhand eigener Untersuchungen deutlich.

Prof. Dr. H.J. Nickenig von der Uni Köln sieht in dem relativ neuen Verfahren des Keramik-Coatings von Titanimplantaten einen möglichen Ansatz zum Schutz vor Periimplantitis. „Wenn viele Effekte in Gang gesetzt sind und dann die massive Lösung von Metallionen dazukommt, könnte das Keramik-Coating dazu beitragen, dass es zu einer geringeren Titanionen-Freisetzung in die Gewebe kommt.“

Wenn die konservative Behandlung versagt, kommt für Prof. Dr. Fouad Khoury aus Olsberg die Chirurgie mit resektiven und/oder augmentativen Maßnahmen, abhängig von verschiedenen Faktoren, zum Einsatz. Er brachte das Dilemma rund um die Behandlung auf den Punkt: „Die Ätiologie für die Periimplantitis ist unvollständig und deshalb beschränkt sich die Therapie auf die Behandlung der Symptomatik.“

Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen von der Uni Freiburg lieferte den Nachweis, dass die Prognosen einer Implantation nach Implantation durchschnittlich um 10 Prozent schlechter seien als bei einer Erstimplantation. Eine erneute Implantation erfordere nicht selten umfangreiche Augmentationen sowie konturierende Weichgewebe-Chirurgiemaßnahmen.

Für PD Dr. Jörg Neugebauer aus Landsberg ist ein individuelles Recall zur Sicherung eines Langzeiterfolges von Implantaten notwendig, um u.a. eine funktionelle Fehlbelastung frühzeitig zu erkennen, die parodontalen und periimplantären Befunde zu kontrollieren, um die Überlebensrate der Implantatversorgungen zu erhöhen und die Risikofaktoren für mögliche systemische Erkrankungen zu reduzieren.

Nach wie vor bleibt die Therapie der Periimplantitis weniger vorhersagbar als die der Parodontitis.
Dennoch waren interessante Ansätze dabei und die Teilnehmer/innen blieben gebannt bis zum Schluss im Raum und diskutierten mit den Referenten. „Es war ein hervorragendes Symposium“, sagte eine Teilnehmerin, die zum 15. Mal in Köln dabei war und bisher kein Experten Symposium verpasst hat.

Prävention periimplantärer Entzündungen

20.09.2022
Vortrag von Prof. Dr. Johannes Einwag während des 17. Experten Symposiums: Prävention periimplantärer Entzündungen

Minimalinvasive Implantattherapie

08.09.2022
Vortrag von Prof. Dr. Stefan Fickl während des 17. Experten Symposiums: Minimalinvasive Implantattherapie im teilbezahnten PA-Patienten

Analogisierung der PAR-Behandlungsstrecke

30.08.2022
Vortrag von Christian Berger während des 17. Experten Symposiums: Die PAR-Richtlinie und deren Auswirkungen in der Implantologie

Kombikurs DVT/Strahlenschutz + Implantologie

15.08.2022
Ab Oktober 2022 an der Uni Köln: zweiteiliger Kurs zur Aktualisierung im Strahlenschutz und für weitergehende Techniken (Digitale Volumentomographie)

Online-Seminare des BDIZ EDI 2022

16.02.2022
Die Online-Seminarreihe 2022 geht in die nächste Runde – mit aktuellen Themen für die Zahnarztpraxis: von A wie Abrechnung bis Z wie Zahnärztliche Dokumentation

Implantat und Alloplast: Synergie im unteren Frontzahnbereich

07.12.2021
Synergie zwischen einem innovativen Implantatdesign und einem neuartigen Biomaterial

Wie viel Medizin braucht die Zahnmedizin?

03.12.2021
Interview mit den Ansbacher MKG-Chirurgen Dr. Dr. Markus und Priv.-Doz. Dr. Dr. Matthias Tröltzsch

Einfluss von Extensionen auf das Weich- und Hartgewebsmanagement

22.11.2021
Ein Beitrag von Prof. Dr. Jörg Neugebauer, Dr. Frank Kistler, Stephan Adler und Dr. Steffen Kistler

Retrospektive Kohortenstudie: 6,5 mm versus 7,5 mm

08.11.2021
Versorgung des atrophen posterioren Oberkiefers mit kurzen Einzelimplantaten

Ein-Jahr-Follow-up einer Ganzkieferversorgung

26.10.2021
Dr. Salvesen berichtet über das neue vollkonische Tissue-Level-Implantatsystem