18. Experten Symposium - Fortbildung in Köln
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Mittwoch, 28. Oktober 2020

Es herrscht Eiszeit in der zahnärztlichen Fortbildungslandschaft, weil Präsenzveranstaltungen aufgrund steigender COVID-19-Inzidenzwerte nicht mehr stattfinden. Eine der wenigen Ausnahmen bildete der 61. Bayerische Zahnärztetag, der unter Einhaltung eines strengen Hygieneprotokolls und mit reduzierter Teilnehmerzahl durchgeführt wurde. Der BDIZ EDI war nicht nur Kooperationspartner des zweitägigen wissenschaftlichen Programms in München, er hat sich auch aktiv eingebracht: Der Vorstand moderierte in vier Sälen „Implantologie 2020“ – so das Thema des Kongresses – mit Engagement und Expertise.

Der BDIZ EDI zeigte Flagge: mit BDIZ EDI-Präsident Christian Berger, der als BLZK-Präsident auch Leiter des Zahnärztetags ist und in diesen Tagen in engem Kontakt zum Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege steht, mit Univ.-Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller, der der wissenschaftliche Leiter des Kongresses war, mit Priv.-Doz. Dr. Jörg Neugebauer als Moderator im Hauptsaal und mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Stefan Liepe, Dr. Wolfgang Neumann, Dr. Nathalie Khasin und Dr. Renate Tischer, die an zwei Tagen die Diskussionen in den Sälen moderierten, in die die Vorträge übertragen wurden.

BDIZ EDI-Vizepräsident Professor Zöller stellte für die Implantologie klar: „Wenn es um Prothetik in der Zahnmedizin geht, geht es auch immer häufiger um orale Implantologie. Wir im BDIZ EDI sehen uns aber nicht als Implantologen, wir sind implantologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte. Denn in erster Linie sind wir Zahnärzte, die natürliche Zähne erhalten wollen. Das ist uns sehr wichtig! Erst, wenn der Zahn nicht mehr erhalten werden kann oder durch Unfall, Krankheit oder aus anderen Gründen fehlt, ist ein Implantat oftmals die beste Lösung, weil sie dem natürlichen Zahn am nächsten kommt.“ Inzwischen seien die chirurgischen Konzepte für eine Implantation vielfältig und ausgereift und vor allem an der Prothetik orientiert. Die optimale Implantatprothetik stehe also immer im Zentrum der Therapie.

Die Vielfalt der Themen, die die wissenschaftliche Tagungsleitung an zwei Tagen aufgeboten hatte, spiegelt das breite Spektrum der Implantologie wider. Es ging um Knochenaugmentation (Zastrow, Khoury, Zöller), um das sogenannte Weichgewebsmanagement (Happe), aber auch um Prophylaxe und Therapie von Parodontitis (Sculean, Fickl), Periimplantitis (Walter, Khoury, Fickl) und Kiefernekrose (Grötz). In der modernen Implantattherapie spielen digitale Verfahren eine größer werdende Rolle (Nickenig, Zwanzig, Hermann/Zürich, letzterer via Videoeinspielung), ebenso wie die Zusammenarbeit von Chirurgie und Prothetik (Neugebauer).

In ihren Eröffnungsstatements hatten Christian Berger als Veranstalter und Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller im Namen des Verbandes allen gedankt, die die Präsenzveranstaltung in diesen Zeiten mit Hilfe eines strikten Hygienekonzepts möglich gemacht hatten. Alle, Teilnehmer/innen, Referenten, Organisationsteams trugen durchgängig Mund-Nase-Bedeckung. Eine ausgeklügelte Wegführung sowie Sitzordnung sorgte für den vorgeschriebenen Abstand.

Fazit:  Um die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, müssen die deutschen Zahnärztinnen und Zahnärzte die Möglichkeit haben, sich fortzubilden – ob in Form von Online-Seminaren, wie beispielsweise in der Reihe „Der BDIZ EDI informiert“, oder als Präsenzveranstaltung wie mit diesem Zahnärztetag.

Die Pressemitteilung als pdf-Datei

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