Passwort vergessen
[borlabs_cookie]
Dienstag, 29. März 2022

Der Status quo der deutschen Zahnmedizin ist im Positionspapier „Perspektive Zahnmedizin 2030“ ausführlich beschrieben, es bildet auch die Grundlage dieses Statements. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde in der Zahnmedizin erfolgreich der Paradigmenwechsel vom Reparaturfach zum medizinischen Präventionsfach „Orale Medizin“ eingeleitet. Viele täglich anzutreffenden Therapien und Therapieentscheidungen waren jahrzehntelang mit den Inhalten der zahnärztlichen Approbationsordnung von 1955 verquickt. Diese basierte jedoch auf den epidemiologischen Grundlagen der Nachkriegszeit, verbunden mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten vor allem auf dem Gebiet der Zahnerhaltung.

Natürlich bildete der klassische Zahnersatz damals den Kern der zahnärztlichen Bemühungen, 67 Jahre später ist das aber schlichtweg nicht mehr so. Unabhängig davon steigt das Durchschnittsalter unserer Patienten kontinuierlich an, wodurch Multimorbidität und Morbiditätskompression einen immer größeren
Impact auf unseren Beruf haben. Eine bessere horizontale Transparenz zur Medizin ist daher fundamental
für eine moderne Ausbildung der jungen Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner. Diese Aspekte wurden im Rahmen der Novelle der Approbationsordnung ab 2019 erfolgreich aufgegriffen, es stellen sich aber bei genauem Hinsehen drei erhebliche Probleme dar:

  1. Aus Kostengründen wurden wichtige Weichenstellungen für die neue AOZ von der Politik ohne Begründung gestrichen.
  2. Die Reform der AOZ ist nur für die klinische Ausbildung vollzogen. Der vorklinische Bereich wurde, außer einer Reduktion der zahntechnischen Anteile, nicht wesentlich novelliert, hier ist also noch ein zweiter Schritt nötig, der in einem MFT-Positionspapier bereits beschrieben wurde und der ebenfalls Geld kosten wird.
  3. Der so wichtige nationale kompetenzbasierte Lernzielkatalog Zahnmedizin (NKLZ) ist in seiner momentanen Form lediglich ein „Papiertiger“, da er nicht in der AOZ verankert ist und somit keine nachhaltige Gültigkeit besitzt.3 Fazit: Erst wenn diese drei Punkte verantwortungsvoll – und das bedeutet auch aus nanziert – adressiert sind, sind die Weichen für eine zukunftssichere zahnärztliche Ausbildung erfolgreich gestellt.

Das Statement finden Sie im BDIZ EDI konkret 1/2022

Praxisplakat und Infoblatt für Patienten

16.05.2023
„Erstklassige Behandlung: Machen wir! Schnelle Termine können wir leider nicht immer anbieten“

Bundesgesundheitsminister missachtet Zahnheilkundegesetz

09.05.2023
BDIZ EDI-Justiziar fordert Lauterbach zur Stellungnahme mit Fristsetzung auf

65 Jahre Nichtanpassung des Punktwerts sind genug

20.03.2023
Der duale Weg des BDIZ EDI in Sachen GOZ: betriebswirtschaftlich und politisch - Klage wird vorbereitet

Größer, besser, zielführender: Die neue BDIZ EDI-Tabelle 2023

09.03.2023
Vergleich der Leistungen in BEMA, GOZ, GOÄ mit Zeitwerten und Analogberechnung der neuen PAR-Leistungen

Eine verlässliche Therapieoption

07.03.2023
Der Praxisleitfaden 2023 zum Umgang mit kurzen, angulierten und durchmesserreduzierten Implantaten

Höhepunkt im Fortbildungsjahr: Das 18. Experten Symposium

07.02.2023
Termin: Sonntag, 19. Februar 2023 in Köln zum Thema kurze, angulierte und durchmesserreduzierte Implantate

MDR: Verlängerung ist ein Tropfen auf den heißen Stein

16.01.2023
Erneute Übergangsfrist für EU-Medizinprodukteverordnung ist nur Makulatur

Der BDIZ EDI zieht um

22.12.2022
Ab 1. Januar 2023 befindet sich die Geschäftsstelle des Verbandes in München · Telefon Geschäftsstelle: 089/72069888 · Abrechn.-Hotline: 089/72069883

Kurze, angulierte und durchmesserreduzierte Implantate auf dem Prüfstand

29.11.2022
Das 18. Experten Symposium findet am 19. Februar 2023 in Köln statt

Risikoeinschätzung auf einen Blick

10.10.2022
Praxisleitfaden 2022: Kölner ABC-Risiko-Score für die Implantatbehandlung